2016 08 22 Analyzer Gehaeuse

Unser nächstes Bauprojekt Antennenanalyzer rückt näher. Die zum Fertigstellen erforderlichen Bauteile sind bereits bestellt und werden demnächst eintreffen.
Ein entsprechender (Bastel)Termin wird noch bekanntgegeben, dieser wird jedoch nicht vor Anfang Oktober 2016 sein.

Zur ersten Einstimmung hier nachfolgend ein paar technische Daten und hier Fotos des fertigen Antennenanalyzers.

Am 29. Juli fand die diesjährige Ferienpassaktion des OV Z31 statt. Wie bereits in den vergangenen 4 Jahren stand die Aktion unter dem Motto „Geocaching und Amateurfunk“. Dabei wurde eine Kombination aus Geocaching und Amateurfunkpeilen angeboten. Insgesamt hatten sich 13 Teilnehmer angemeldet. Die Kinder und Jugendlichen mussten 3 Peilsender (sogenannte Füchse) mit einen speziellen Peilempfänger ausfindig machen. Daneben mussten sie mit Hilfe eines GPS-Empfängers 4 Geocaches finden. Nach einer kurzen theoretischen Einführung in das Thema im Clubraum im Wasserturm ging es in 2 Gruppen in den Julianenpark. Dort erfolgte dann die praktische Umsetzung. Die Teilnehmer hatten viel Spass beim Peilen und Cachen, so dass die Zeit wie im Fluge verging. Für die Betreuer ist es immer wieder erstaunlich, wie schnell sich die Kinder die Morsezeichen der Füchse einprägen können. Nach rund 2 Stunden mit viel Bewegung an frischer Luft ging es zurück zum Wasserturm. Dort wurde den erfolgreichen Fuchsjägern und Cachern als Anerkennung eine Urkunde überreicht. Zum Abschluss konnten die Teilnehmer von der Aussichtsplattform des Wasserturms die Aussicht über die Stadt Leer und das Umland genießen. Allen Beteiligten hat die Aktion wieder viel Spass gemacht. Auch den Betreuern einen herzlichen Dank.

Am 26. Juli trafen sich Mitglieder, Angehörige und Freunde des OV Z31 in der Bäckerei Ripken in Augustfehn zur Bäckereibesichtigung mit Abendbrot.   Jörg Ripken, Bäcker- und Konditormeister und Inhaber des Unternehmens gewährte uns im Rahmen der Führung interessante Einblicke in die Produktion. Dabei ging er auch auf die Philosophie des Unternehmens ein, die Produkte nach einem eigenen Reinheitsgebot ohne chemische Zusätze in hoher Qualität herzustellen. Die Brote und Brötchen werden nach hauseigenen Rezepturen gefertigt. Eine Besonderheit bei Ripken ist das Backen im Holzofen. Dieses traditionelle Backverfahren konnten die Teilnehmer in der Backstube hautnah miterleben (es wurde doch recht warm). Für unser Abendbrot wurden die Brötchen frisch im Holzofen gebacken und kamen warm und köstlich duftend auf den Tisch. Nachdem wir uns ausgiebig gestärkt hatten, ging es dann noch einmal in die Produktionshalle, wo uns Jörg Ripken weitere interessante Details erläuterte und viele Fragen beantwortete.   Dabei wurde deutlich, dass in diesem Betrieb das traditionelle Bäckerhandwerk in moderner Form gelebt wird und nicht die industrielle Massenproduktion.Die Bäckerei Ripken wurde im  Jahr 1906 gegründet und wird in vierter Generation als Familienunternehmen, mit mittlerweile rund 200 Mitarbeitern, geführt. Auf den Wochenmärkten der Umgebung wird vor Ort in mobilen Holzöfen gebacken. Im Jahr 2014 erreichte die Bäckerei Ripken in der ZDF Sendung „Deutschlands bester Bäcker“ den 3. Platz.  Weitere Informationen unter: http://baeckerei-ripken.de/

 

Foto: DL2BV

Foto: DL2BV

Foto: DL2BV

Foto: DL2BV

 

Standort DB0UO auf dem Agravis-Turm

Wir haben eine erfreuliche Nachricht zu vermelden: Oldenburg hat wieder ein 70cm-FM-Relais. Dieses wurde am 15.07.2016 am neuen Standort auf dem AGRAVIS Silo am Oldenburger Hafen am Stau in Betrieb genommen. Die Ausgabefrequenz von DB0OL ist 438.650 MHz.

Folgende Mitteilung hat die Gruppe um Uwe, DF3DT, auf ihrer Homepage http://www.kerub.de/html/db0ol.html veröffentlicht:

„Heute war wieder ein großer Einsatz am Standort. Wir haben das ehemalige FM-Relais von DB0UO zusätzlich zum D-Star-Relais in Betrieb genommen. Wir konnten in letzter Minute noch die Frequenz retten und für DB0OL beantragen. Die Genehmigung liegt vor. In Zusammenarbeit mit dem VFDB Ortsverband Z53, der die alten Relais betrieben hatte, haben wir für das 70cm-Relais eine neue Heimat gefunden. Die Kennung ist nun DB0OL. Beide Relais werden an einer Antenne betrieben und das hatte erhebliche Filtermaßnahmen zur Folge. Beide Relais laufen nun im Testbetrieb. Es sind weitere Arbeiten erforderlich. Mit Abschaltungen ist zu rechnen. Wie wir eben festgestellt haben, ist vermutlich beim D-Star-Relais der Vorverstärker nach dem Umbau nicht eingeschaltet, dadurch ist das Relais sehr taub. Dieses wird spätestens am Montag behoben werden. Beteiligt an der Aktion waren und sind: DF7BW (Z53) und aus I51 DG2BCP, DL3IKE und DF3DT. Momentan läuft das Relais noch mit der alten Steuerung, wird aber umgebaut auf eine PC-Steuerung mit der Software SVXLINK. Geplant ist ein Relaisverbund ähnlich wie bei D-Star. Hier kommen später dann noch Informationen. Seit ca. 15:45 Uhr ist das FM-Relais QRV.“

Wie uns aus gut unterrichteten Quellen mitgeteilt wurde, hat OM Bernd (DK5BS) freundlicherweise in Rhauderfehn auf der Simplex-QRG 144.8375 MHz einen Hotspot unter dem Rufzeichen DB0OFL eingerichtet. Dieser ist wie folgt erreichbar:

QRG: 144.8375 MHz, Digital
Call: DB0OFL-ND
DTMF-ID: 17741
Verantwortlich: Bernd (DK5BS)
Position: Nord: 53 07′ 40″ Ost: 7 32′ 18″
Standort: Fenderstraße 28, 26817 Rhauderfehn

Der Hotspot ist zur Zeit im Wires-X-System QRV und im DB0OFL1Raum DL-Nordwest angebunden.

Bild  —  Veröffentlicht: 14.07.2016 in 2 mtr, C4FM, DARC
Schlagwörter:, ,

 

Geschrieben von DL2BV
Kategorie: Aktuelles
Veröffentlicht: 27. Juni 2016
Erstellt: 27. Juni 2016

 

Am Freitag den 24.06.16 um 15:00 Uhr hat eine kleine Gruppe des Ortsverbandes Z31 das Kraftwerk Weener Energie im Industriegebiet von Weener besichtigt. Herr Schulz von der Firma hat uns am Tor des Kraftwerkes empfangen und uns in den, wie er sagte, höchsten Konferenzraum (7.Etage) im Rheiderland geführt. Hier wurde uns das Kraftwerk erläutert. Von hier hatte man einen wunderbaren Ausblick.

Weener Energie ist in der Mitte 2008 fertig gestellt worden und ist ein Bestandteil der Klingele Gruppe, zu der auch das Papierwerk Klingele gehört. Das Kraftwerk wird mit Ersatzbrennstoffen (EBS) betrieben und versorgt das Papierwerk mit Wärme und teilweise auch mit Strom. Die Jahresbrennstoffmenge beträgt 180.000 Tonnen. Die Brennstoffe werden mit dem LKW angeliefert. Es werden die sogenannten Spuckstoffe, die bei der Papierfabrik Klingele anfallen und angelieferte Brennstoffe verbrannt. Die Brennstoffe werden aus den Resten beim Recyceln von Kunststoffabfällen gewonnen. Auf dem Gelände lagern auch ca. 2000Tonnen Brennstoffe um Feiertage usw. zu überbrücken. Einmal im Jahr wird eine Revision des Kraftwerkes durchgeführt und Verschleißteile ausgetauscht.

Die angelieferten Brennstoffe werden vom LKW in einen Abladebunker abgeladen. Von hier bringt ein 9 Tonnen Kran die Brennstoffe in einen Brennstoffbunker. Um eine gleichmäßige Heizwirkung zu erzielen werden die Brennstoffe vom Greifer des Kranes im Brennstoffbunker ordentlich durchgemischt. Der Brennstoffbunker ermöglicht die Bevorratung und Staubabscheidung der Brennstoffe. Der Kran hebt die Brennstoffe in einen Aufgabetrichter der mit einem Aufgabeschieber verschlossen ist. Der Aufgabeschieber wird kontinuierlich geöffnet und versorgt so den Verbrennungsrost mit Brennstoffen. Die im Kessel erzeugte Dampfenergie wird über eine 1,8 km lange Rohrleitung mit einem Druck von 27 Bar und einer Temperatur von 320 Grad zur Papierfabrik befördert und wird hier zur Trocknung des Papiers verwendet. Über einen Wärmetauscher wird das Freibad in Weener mit warmen Wasser versorgt. Das abgekühlte Kondensat gelangt wieder durch ein Rohr zum Kraftwerk zurück, so dass ein geschlossener Kreislauf entsteht.

Die Rauchgase die bei der Verbrennung entstehen werden in mehreren Stufen abgekühlt, gefiltert, von Partikeln befreit und in den Kamin zum Abzug gegeben.

Wir bedanken uns bei der Firma Klingele, dass sie uns diesen Einblick ermöglicht hat.

< Bild: DL2BV>

<Kraftwerksanlage, Bild: DL2BV>

<Feuer im Verbrennungsofen, Bild: DL2BV>

<Schematische Darstellung der Anlage, Bild: DL2BV>

Am 01.01.1972 um 11:00 Uhr ging das erste 2 m Relais in Ostfriesland auf Sendung. Der Standort war auf dem 60 m hohen Wasserturm in Leer. Das Relais, welches aus einem alten Taxifunkgerät bestand, konnte von Mobilisten in einem Umkreis von maximal 25 km gearbeitet werden. Taxifunkgeräte, wie das auf dem Bild links zu sehende KFT 160 gab es in der damaligen Zeit günstig zu kaufen. Diese Geräte ermöglichten den Funkamateuren den Einstieg in das 2 m Band und den Mobilfunk. Heinrich (DC6CF) hat das Relais damals gebaut und zusammen mit dem Verantwortlichen Werner, (DJ9ZW) betrieben. Ein Kuriosum zur damaligen Zeit war der von OM Walter+ (DL2BC) hergestellte Rufzeichengeber. Dieser bestand aus einen 220 Volt Grillmotor mit angebauter Rufzeichenscheibe (Bild mitte).

Bild 14

(C) 2016 VFDB OV Leer (Z31)

Die Relaisfunkstelle wurde mehrmals dem Stand der Technik angepasst und erweitert. Das Relais tat bis zum 30.09.1980 seinen Dienst. Es wurde durch ein von Jannes (DL2BV) neu gebautes Relais ersetzt. Das Relais kam nun zu ihm über den OV Norden, IØ9, in dessen Bestand es war, nach Leer zurück. Mit Genehmigung von Roswitha (DL1BCF) wurde es dem VFDB OV Leer (Z31) zur Restaurierung überlassen. Ziel war und ist es, das Relais der Nachwelt zu erhalten.

An der Restaurierung haben nachfolgende OMs mit gewirkt: Dieter (DG8BBO) restaurierte die Kiste, Klaus (DL1DKW) beseitigte die Lagerschäden an dem Rufzeichengeber und Jannes (DL2BV) hat das Netzteil und das Funkgerät repariert. Nachfolgend sind die Daten der Relaisfunkstelle beschrieben. Die Bilder zeigen das Relais mit seinen überholten Komponenten. Das restaurierte Relais wird künftig seinen Ehren-Platz in unseren Clubraum finden.

Standort: Wasserturm Leer
QTH-Kenner:  JO33RF
Betreiber:   DARC OV Leer IØ7
Verantwortlicher:  DJ9ZW Werner Pienak
Relais in Betrieb:  01.01.1972
Erbauer:  DC6CF Heinrich Frerichs
Sendefrequenz: 145,8000 MHz
Empfangsfrequenz: 144,2000 MHz
Kanalabstand:  1,6 MHz
Kanal:      U8
Transceiver: Bosch Taxifunkgerät KFT 160
Leistung:  10W
Relaissteuerung: Rufzeichengeber mit Grillmotor
Antenne:    10 Elementantenne an einem Stolle Rotor
Relaisgehäuse: Bundeswehrkiste B 60 cm x T 40 cm x H 40cm
Ausstattung des Gehäuses: Licht 25 Watt Lampe, Lüftermotor mit Thermostat
Standort des Relais:  Aufstellung der Kiste auf der Aussichtplattform
03.10.1973:  Gründung einer Relaisinteressengemeinschaft
1975:  Umstellung auf 600 KHz Ablage
Sendefrequenz:  145,8000 MHz
Empfangsfrequenz: 145,2000 MHz
Kanalabstand:  0,6 MHz
Kanal:    R8
Antenne:  Vertikale Ringo Ranger
1977 Neuer Verantwortlicher: DC6CF Heinrich Frerichs
19.04.1979: Neue Duplexerweiche für 0,6 MHz Ablage gekauft
20.10.1979: 30 m Flexwellkabel im Wasserturm verlegt.
03.11.1979: Verlegung des Relais in den oberen Clubraum
Relais abgeschaltet: 30.09.1980

Ein Video auf Youtube zeigt die Rufzeichenmaschine in Aktion.

Weitere Bilder des historischen Relais sind hier bzw. unter dem Menuepunkt Gallerie zu finden.

Mit dem Umzug der beiden Analog-Relais (2mtr und 70cm) vom Wasserturm auf den Nüttermoorer Fernmeldeturm (Leer 1) einhergehend wurde die Technik wie zuvor beim 2mtr-Relais auch beim 70cm-Relais modernisiert.

P1020121P1020122P1020123P1020124

Beide Relais im 19”-Gehäuse haben nun dank ihrer verbauten Cubietruck-Recher und der darin laufenden SVX-Software eine andere Ablaufsteuerung und sind mit anderen Relais via HAMNET oder Internet verlinkungsfähig sowie fernsteuerbar.

P1020125P1020127P1020573

30 Jahre ATV-Relais DB0LO

Am 19.04.1986 ging das von Freerk (DB8WM+) gebaute ATV-Relais DB0LO erstmals vom Wasserturm in Leer auf Sendung. Viele OMs halfen seinerzeit beim teilweise sehr abenteuerlichem Aufbau des Relais, wie alte Videoaufnahmen belegen. In den Folgejahren wurde das Relais ständig erweitert. So kamen Komponenten wie der 23cm „Radar-Killer“ (23cm drehbare Richtantenne) aber auch eine drehbare Außenkamera sowie weitere analoge und digitale Ein- und Ausgaben auf vielen Frequenzen hinzu. Zwischenzeitlich zog DB0LO auf den Fernmeldeturm in Nüttermoor (Leer1) um. Hier musste es allerdings nach kurzer Zeit wieder abgebaut werden, da die Deutsche Funkturmgesellschaft (DFMG) für Amateurfunkinstallationen auf Fernmeldetürmen als Auflage inzwischen nur noch max. vier Antennen sowie 100W Leistungsaufnahme erlaubt. Aktuell ist das ATV-Relais DB0LO auf dem Leeraner Wasserturm installiert. Viele der bereits 1986 eingesetzten elektronischen Schaltungen funktionieren bis heute immer noch zuverlässig im Relais. Dennoch ist es erforderlich, daß an modernen Nachfolgekomponenten gearbeitet wird um für zukünftige Entwicklungen und Vernetzungen gerüstet zu sein.

DB0LO: MastcontrollerDB0LO: Audioschalter

(Bild links: Mast-Controller, rechts: Audioschalter 16fach)

Diese Arbeiten sind umso mehr unumgänglich geworden, da die bisherige undokumentierte, aber dennoch robuste Steuerung des am 11.07.2011 verstorbenen  Relaisverantwortlichen Freerk Sweers (DB8WM+) in herkömmlicher Technik Gefahr läuft, bei einem neuerlichen Ausfall ohne entsprechende Dokumentation zu einem Reparaturdesaster zu werden. Der Zeitaufwand, die Gedankengänge von Freerk nachzuvollziehen bzw. die Schaltpläne zu rekonstruieren, wäre für den neuen Relaisverantwortlichen Jens (DH6BB) einfach zu hoch gewesen. Wenn die Arbeiten von Jens an der ATV-Steuerung abgeschlossen sind, dürften keine noch so ausgefallenen Wünsche der ATV-Relaisnutzer unerfüllt bleiben. Da die Dokumentation der neuen Steuerung quasi automatisch geführt wird, werden künftige Wartungs- und Reparaturarbeiten am Umsetzer leicht von der Hand gehen.

Am 20.07.2011 wurde das ATV-Relais aufgrund dieser Umstände temporär abgeschaltet. Der seinerzeit von Freerks QTH über Satellitenantenne empfangene Wetterkartendienst, welcher von dort per HF-Link zum ATV-Relais gesendet wurde, wurde eingestellt.

Das ATV-Relais DB0LO verursacht in der aktuellen Konfiguration laufende Kosten von mindestens 400,- € im Jahr. Dies kann nur durch Spenden der ATVler finanziert werden. Daher der Appell an alle, für das Relais zu spenden. Der Spendeneingang entscheidet maßgeblich über die Zukunft und die Möglichkeiten (Anzahl der Ein- und Ausgaben sowie Sendezeit) von DB0LO. An dieser Stelle sei auch darauf hingewiesen, dass neben dem ATV-Relais DB0LO, die Relaisfunkstellen DB0WO und DB0LER auf Spenden angewiesen sind. Wartungs- und Reparaturarbeiten sind pro bono.

Am Donnerstag, 07.04.16 waren die Papierwerke Ziel des Z31-Besuchsprogramms. Gegen 14 Uhr trafen 11 OMs und 1 XYL am Verwaltungsgebäude der Klingele Papierwerke GmbH & Co. KG in Weener ein um an einer Führung durch die dortigen Werksanlagen teilzunehmen.

P1020332

Die Klingele Papierwerke gehören zu den fünf größten Herstellern von Wellpappe in Deutschland und sind an 15 Standorten europaweit vertreten. Neun Standorte befinden sich allein in Deutschland, davon zwei in Weener.

Der Assistent der Betriebsleitung, Herr Michael Korte, nahm sich insgesamt zwei Stunden Zeit um die Gruppe ausführlich über die Aktivitäten der Klingele Grupppe rund um die Papierherstellung zu informieren. Allein 50 Minuten dauerte ein Vortrag über die Firmenaktivitäten vor dem Rundgang durch die Werkshallen.

CAM00565CAM00568

Als Rohstoff für die Papiergewinnung dienen der Firma Klingele Altpapier, Kaufhaussammelware sowie Wellpappenabfälle. Der Standort Weener produziert mit seinen 129 Mitarbeitern umschichtig 40t Papier pro Stunde in den Sorten Testliner, Wellenstoff und Sondersorten wie Coverliner.

Die Sorte “Coverliner” ist ein wasser-, öl- und fettabweisendes Papier mit Barrierebeschichtung. Es basiert auf Altpapier und pflanzlichem Öl, ist recyclebar und zu 100 % biologisch abbaubar. Die Sorte “Testliner” ist ein zwei- oder mehrlagiges Deckenpapier und besteht aus 100 Prozent Altpapier. Wellenstoff wird auf Basis hochwertigen Altpapiers hergestellt und enthält dadurch Anteile an Halbzellstoff. Durch verschiedene Zusätze können die notwendigen Festigkeitswerte nach Kundenwunsch erreicht werden.

CAM00573CAM00578

Das bei der Produktion entstehende Abwasser wird in einer Abwasserreinigungsanlage gereinigt. Das dabei u.a. entstehende Biogas wird in einem Biogasmotor in Strom und Wärme umgewandelt.

Imposant war in diesem Zusammenhang auch die 10.000t Neupapier fassende Lagerhalle, die völlig autonom und hermetisch abgeschottet arbeitet und je nach Bedarf und Anforderung die vertikal bis zu 12,5m hoch gelagerten Neupapierrollen per Kran über ein Rollentransportsystem an die Auslieferungsrampe befördert wo sie von LKWs an ihre Bestimmungsorte geliefert werden.

IMG_0078

(Aufschrift auf einer Papierrolle: 2004 kg, 1.60 meter Breite, fast 8,9 km Länge)